Tamarin Falls

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Mein heutiger Ausflug führt mich zu den Tamarin Falls im Südwesten von Mauritius. Die Tamarin Falls sind neben zahlreichen weiteren Wasserfällen, wohl mit die schönsten. Um deren gesamte Faszination und Schönheit zu erleben, empfiehlt es sich nicht nur vom Aussichtspunkt auf das Naturspektakel zu blicken, sondern mit festem Schuhwerk die 7 Becken zu bewandern. Dafür sollte man jedoch keineswegs auf einen ortskundigen Führer verzichten, da die Tamarin Falls nicht unbedingt problemlos zu begehen sind.

Wir starten in Le Petrin, bei Tamarin situiert. Auf einem noch recht gut begehbaren Wanderweg führt uns der Weg durch Wälder zur Sohle der Wasserfälle. Nach einer kurzen Pause geht es noch ein paar Meter tiefer und entlang der Talsohle kann man bereits die vielfältige Vegetation und die atemberaubende Umgebung bewundern. Die Gegebenheiten der „Wanderwege“ verschlechtern sich zunehmend, womit ich lediglich darauf aufmerksam machen möchte, dass es keine markierten oder plattgetretenen Pfade oder dergleichen gibt und man wahrlich über Stock und Stein wandert. Beim ersten Becken angekommen, kann man bereits die Anmut und Einzigartigkeit der Wanderung erahnen. Es eröffnet sich ein völlig neues Bild in Bezug auf Mauritius und ich überlege, welche Insel ebenso viel zu bieten hat wie Mauritius. Das Begehen der Wasserfälle sollte nur unter guter gesundheitlicher Verfassung begangen werden, da insbesondre das Besteigen der 7 Becken und Wasserfälle einem das eine oder andere abverlangt. Umso willkommener ist dann auch die Pause auf dem dritten Plateau mit anschließender Möglichkeit in den Tiefen der Becken sich eine Erfrischung zu holen oder sich von dem herabfallenden Wasser massieren zu lassen. Trotz der recht kühlen Wassertemperatur sollte man sich den Sprung ins kühle Nass nicht entgehen lassen. Nach einer rund eineinhalb stündigen Mittagspause werden noch die restlichen vier Becken bestiegen. Dabei geht es teils sehr steil auf- oder abwärts, über große Felsbrocken und durch ein Dickicht verschiedener Bäume und Pflanzen. Hier und da kann es auch rutschig sein doch dank des fürsorglichen und ebenso verantwortungsvollen Führers braucht man sich keine Sorgen zu machen. Jedoch wird die Wanderung für den einen oder anderen eine wahre Herausforderung. Sämtliche Anstrengungen sind aber vergessen, wenn man das jeweils nächste Becken erreicht und die herrliche Aussicht auf sich wirken lässt. Im Hintergrund das plätschern der teilweise bis zu 45 Meter hohen Wasserfälle, während der Blick über und ins Tal einen bedenklich stimmt, was sich wohl alles in diesen Wäldern verbergen mag. Nach einer kurzen Pause und einem weiteren Sprung ins Wasser auf dem sechsten Plateau scheint das Ziel beinahe erreicht. Doch auch dieser Aufstieg erinnert stellenweise eher an eine Klettertour anstelle einer Wanderung. Angekommen auf der Anhöhe des siebten Becken und den Blick auf den hinter sich gebrachten Weg ist man einerseits stolz auf sich selbst und die Aussicht verzeiht alles. Nach Beendigung der Wanderung bleiben weitere wunderschöne Erinnerungen an einen Tag auf Mauritius und lediglich der Gedanke an den morgigen Muskelkater erschauert mich ein wenig. Jedoch die Vielfalt Mauritius‘ hat sich auch heute wieder gezeigt und ich freue mich auf meine nächsten Abenteuer.

Mehr Fotos hier: http://www.flickr.com/photos/105482963@N07/sets/72157636839840014/

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