Goodlands & Grand Gaube

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Heute hab ich Goodlands besucht, die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Nordens. Da auf Mauritius Linksverkehr herrscht war ich froh, dass mich eine Freundin begleitete, die auch das Fahren übernahm. Auf der Suche nach dem richtigen Weg nach Goodlands fahren wir durch die scheinbar unendlichen Weiten der Zuckerrohrfelder. Es war bestimmt unser hervorragender Orientierungssinn, denn wir haben uns kein einziges Mal verfahren. Vielleicht lag es dann aber doch eher an der Landeskenntnis meiner Freundin. Als wir das Ortsschild von Goodlands sehen konnten, war ich schon richtig aufgeregt was mich wohl erwarten würde. Wir durchquerten die größte Stadt des Nordens mit einer nur zehnminütigen Autofahrt. Langsam sollte ich mich wirklich an die mauritischen Definitionen gewöhnen.

Wir parkten unser Auto und flanierten durch Goodlands, eine wahnsinnig interessante Erfahrung. Die Straße war sehr belebt. Überall Menschen und ein reges Verkehrsaufkommen, ständig begleitet von Hupen (man könnte denken hupen gehöre zum Nationalsport auf Mauritius). Es war das erste Mal seit ich hier bin, dass ich mich tatsächlich fremd fühlte. Ich durfte nahezu in eine andere Welt eintauchen, mit dem Wissen, noch immer auf derselben Insel zu sein. The Straße ist eingesäumt von farbigen Verkaufsständen, kleinen Läden sowie Verkaufsständen an denen landestypisches Obst und Gemüse angeboten wird. Auf kleinstem Raum werden Unmengen an Waren angeboten. Schmuck, Kleidungsstücke, Souvenirs, Skulpturen indischer Gottheiten und weitere religiöse Gegenstände. Mich überkam ein breites Grinsen als ich meine Freundin antippte und mit dem Finger auf meine baldige Errungenschaft deutete. Inmitten all dieser Dinge entdeckte ich doch tatsächlich einen Gelbbrust-Ara – majestätisch und anmutig zugleich in seinem gelb-blauen Federkleid. Selbstverständlich kaufte ich ihn nicht, da ich ihn nicht artgerecht halten könnte.

Goodlands ist sehr von indischer Kultur geprägt, die meisten Einwohner hier sind Hindu oder Tamil. Wer sich für indische Textilien, Schmuck und Kultur interessiert, kommt in Goodlands auf seine Kosten. Bei einem Besuch empfiehlt sich jedoch – wie gewöhnlich überall – sich mit den Gepflogenheiten, dem richtigen Verhalten auseinanderzusetzen um den Einwohnern den gebührenden Respekt zu zollen. Fotos sind nicht bei jedermann willkommen, deshalb bitte kurz um Erlaubnis fragen, besonders wenn man Personen ablichten möchte. Obwohl die Menschen in Goodlands größtenteils freundlich sind, wurde mir geraten, in Goodlands und seiner Umgebung, vorsichtiger zu sein. Es wäre weniger ratsam sich alleine oder nachts dort aufzuhalten. Im Idealfall ergibt sich eine Möglichkeit sich von jemanden mit dem notwendigen Landes- und Kulturwissen begleiten zu lassen. Nach unserem Besuch in Goodlands ging es an den Strand von Grand Gaube.

Nach wenigen Minuten kamen wir am Strand von Grand Gaube an. Ein kleiner Wald von Filao-Bäumen endete nach wenigen Metern, abgelöst von Vulkangestein, welches weit ins Meer hinaus reichte. Bestimmt nicht der Traumstrand der Insel, aber dennoch ein Teil des Paradies ‚Mauritius‘. Jeder der Mauritius nicht nur vom Hotel aus kennen lernen möchte, sollte nicht zögern Goodlands und Grand Gaube zu besuchen. Ich bin allenfalls um eine interessante Erfahrung reicher, welche ich nicht vermissen möchte.

Mehr Fotos hier: http://www.flickr.com/photos/105482963@N07/sets/72157636585481603/

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