Cap Malheureux

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Geweckt von der frühen Morgensonne, machte ich mich heute auf den Weg in den Norden Mauritius‘. Der Besuch des „Cap Malheureux“ sollte zu jedem Mauritius-Besuch dazugehören.

Angesichts der unglaublichen Sicht auf den türkisblauen Ozean und der paradiesischen Ruhe, stellt man sich die Frage nach der Namensgebung des kleinen Fischerdorfs. Die Übersetzungen des französischen „malheureux“ reichen von „unglücklich“ über „traurig“ bis hin zu „elend“. Mauritius beheimatet sehr familiäre und tolerante Menschen die zumeist sehr freundlich und hilfsbereit sind. So ergriff ich die Chance mich direkt von einem Ortsansässigen aufklären zu lassen: Nahe „Cap Malheureux“ sollen 1810 die Briten über die Franzosen gesiegt haben. Kurz, prägnant und doch schlüssig. Ich hatte schon spekuliert ob Schiffsunglücke zum Namen beitrugen. Denn so erfrischend die Brise die hier weht auch ist, so sorgen dieselben Winde für einen regen Wellengang. Wellen die den Strand zwar nicht erreichen – dem Korallengürtel sei gedankt – aber dennoch gut erkennbar sind.

Die kleine Hafenbucht mit ihrem Sandstrand aber auch das Vulkangestein laden geradezu ein, hier inne zu halten und zu genießen. Die Sonne steht hoch oben und schenkt dir ihre ganze Aufmerksamkeit, während der Wind stets dafür sorgt, dass dir nicht zu heiß wird. Wasser ist der Ursprung des Lebens, vielleicht zieht mich deshalb Wasser magisch an. Ich setze mich also möglichst nahe an den Saum des indischen Ozeans, auf die aus Lava geformte Steinbank. Ein wundervoller Tag und ein ebenso umwerfender Ort. Der Blick schweift über das von kristallklar über Türkis bis hin zu tiefblau reichende Meer. Hier und da ein paar Boote, brechende Wellen, keineswegs bedrohlich viel mehr faszinierend, und sich am Horizont abzeichnende Inseln. Die Größte trägt den Namen „Coin de Mire“, sind allesamt unbewohnt und zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Fotomotive sind hier wie Sand am Meer zu finden. Doch weshalb findet sich Cap Malheureux in einigen Reiseführern wieder? Da war doch noch etwas? Der nördlichste Spot der Insel? Etwas wehmütig verlasse ich die Steinbank wieder und siehe da! Kaum kehre ich dem Meer den Rücken erhebt sich eines der wohl beliebtesten Foto- und Postkartenmotive. Die Kapelle Notre Dame Auxiliatrice! Möglicherweise sitzen jetzt noch immer fragende Gesichter vor dem Computerbildschirm. „Notre Dame Auxiliatrice“ ist die berühmte Kapelle am Cap Malheureux mit dem „rötesten“ Dach das vermutlich je gebaut wurde. Die kleine Kapelle ist in einer harmonischen und sehr facettenreichen Umgebung eingebettet. Leider oder gottseidank wird sie derzeit saniert, weshalb ihre Schönheit und Einzigartigkeit nicht in vollen Zügen ausgekostet werden kann. Die Fertigstellung soll jedoch in Kürze folgen. Es ist durchaus denkbar, dass aufgrund der Sanierungsarbeiten recht wenig Touristen anzutreffen sind und möglicherweise ist es exakt dies, was meine heutigen Eindrücke des harmonischen Fischerdorfs Cap Malheureux so vollkommen machen. Bei einem Besuch in Mauritius Cap Malheureux bitte unbedingt auf die „To-See“-Liste setzen! Oder eines der atemberaubendsten Erlebnisse verpassen…

Freue mich, auch meine nächsten Abenteuer und Eindrücke zu teilen!

Mehr Fotos hier: http://www.flickr.com/photos/105482963@N07/sets/72157636584241575/

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